AMI Labs sammelt 1,03 Milliarden Dollar für KI-Weltmodelle die Realität verstehen
Das Pariser Startup von Turing-Preisträger Yann LeCun schließt die größte Seed-Runde der europäischen Geschichte ab, um KI zu entwickeln, die die physische Welt versteht.

Die KI-Branche hat gerade ihr bedeutendstes Finanzierungsereignis des Jahres erlebt. Advanced Machine Intelligence (AMI) Labs, das in Paris ansässige Startup des Turing-Preisträgers Yann LeCun, hat eine beeindruckende Seed-Finanzierungsrunde über 1,03 Milliarden Dollar abgeschlossen — die größte Seed-Investition in der Geschichte europäischer Startups. Die Runde bewertet das Unternehmen mit 3,5 Milliarden Dollar und markiert ein fundamentales Umdenken darüber, wie KI die Welt verstehen sollte.
Eine neue Vision für KI jenseits von Sprachmodellen
LeCun, der zwölf Jahre lang als Chef-KI-Wissenschaftler bei Meta tätig war, bevor er im November 2025 das Unternehmen verließ, hat stets argumentiert, dass große Sprachmodelle «eine statistische Illusion sind — beeindruckend, ja, intelligent, nein». Mit AMI Labs setzt er diese Überzeugung in die Praxis um. Die Runde wurde von Cathay Innovation, Greycroft, Hiro Capital, HV Capital und Bezos Expeditions gemeinsam angeführt, unterstützt von NVIDIA, Temasek, Samsung, Toyota Ventures, Bpifrance und prominenten Einzelinvestoren wie Jeff Bezos, Mark Cuban und Eric Schmidt.
Im Zentrum von AMIs Ansatz steht das Konzept der Weltmodelle — KI-Systeme, die durch Interaktion mit der dreidimensionalen Realität lernen, anstatt das nächste Token in einer Textsequenz vorherzusagen. Das Unternehmen baut auf LeCuns JEPA-Framework (Joint Embedding Predictive Architecture) auf, das abstrakte Repräsentationen aus realen Sensordaten lernt. Alexandre LeBrun, französischer Unternehmer und ehemaliger CEO von Nabla, leitet das Tagesgeschäft.
Branchen vor der Disruption
AMI zielt auf Sektoren ab, in denen die Grenzen textbasierter KI am deutlichsten sind: industrielle Automatisierung, Robotik und Gesundheitswesen. Die erste Partnerschaft besteht mit Nabla, das frühzeitigen Zugang erhält, um agentische KI-Tools der nächsten Generation für medizinische Arbeitsabläufe zu entwickeln. Das Startup plant Teams in vier globalen Zentren — Paris, New York, Montreal und Singapur — und widmet sein erstes Jahr vollständig der Forschung.
Diese Finanzierung folgt wenige Wochen nach dem Abschluss einer Eine-Milliarde-Dollar-Runde durch Fei-Fei Lis World Labs im Februar und bestätigt die wachsende Überzeugung führender KI-Forscher, dass das auf LLMs basierende Paradigma der generativen KI an seine Grenzen stoßen könnte.
Was das für Ihre digitale Präsenz bedeutet
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Das Aufkommen von AMI Labs ist mehr als ein weiteres gut finanziertes Startup. Es markiert einen potenziellen Paradigmenwechsel — zwei Turing-Preisträger setzen Milliarden darauf, dass der Weg zu wahrer künstlicher Intelligenz über das Verständnis der physischen Welt führt. Für Creator und Marken ist die Botschaft klar: Die Zukunft digitaler Erlebnisse ist immersiv, visuell und in der Realität verankert.
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